
Am 28. März 2025 fand die Dichtfestfeier für den Anbau des Städtischen Gymnasiums in Gütersloh statt. Nach etwa einem Jahr Bauzeit ist der Anbau nun wetterfest. Dies ist ein bedeutender Schritt in der Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9), da die Anforderungen an die Schulplätze steigen.
Der Anbau erstreckt sich über vier Etagen, einschließlich eines Kellergeschosses. Geplant sind Klassenräume, Technikräume, Besprechungsräume sowie Sanitäranlagen. Die Mensa wird vom ersten und zweiten Geschoss aus erreichbar sein. Für die Fahrradabstellplätze ist eine Rampe zum Keller vorgesehen.
Baufortschritt und Kosten
Die Baukosten liegen voraussichtlich bei knapp neun Millionen Euro, was eine halbe Million Euro unter der ursprünglichen Kalkulation bedeutet. Bürgermeister Matthias Trepper äußerte sich positiv über den Baufortschritt und bestätigte, dass die Arbeiten im Zeitplan liegen. Thorsten Merschmann, Leiter des Technischen Gebäudemanagements, stellte fest, dass derzeit Elektroinstallationen sowie Heizungs- und Sanitärarbeiten durchgeführt werden und der Innenputz begonnen hat.
Die Fertigstellung des Anbaus wird zum kommenden Schuljahr erwartet. Während eines Imbisses tauschten sich Vertreter der Stadt, der Kommunalpolitik, der Schule sowie der ausführenden Firmen über die nächsten Bauphasen aus.
Neues Gymnasium in Wedding
In Berlin-Wedding entsteht ein neues Gymnasium, das Platz für 664 Schülerinnen und Schüler bieten wird. Der Bau wird von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive bis 2026 realisiert. Das Grundstück war zuvor mit einem leerstehenden Seniorenheim belegt, welches zwischen Oktober 2022 und März 2024 zurückgebaut wurde.
Der Rohbau zeigt bereits die zukünftige Struktur der Schule, die eine bauliche Lücke zwischen dem denkmalgeschützten Jüdischen Krankenhaus und einem weiteren Baudenkmal schließt. Das Stuttgarter Büro Ackermann + Raff Architekten GmbH, welches den architektonischen Entwurf erstellte, hatte zuvor einen Wettbewerb unter 16 Büros gewonnen.
Die Schule wird nach dem Compartmentkonzept des Berliner Lernhausmodells organisiert. Geplant sind drei vieleckige Baukörper, die verschiedene Lernbereiche beherbergen. Ergänzend dazu wird eine freistehende Doppel-Sporthalle mit sechs Hallenteilen errichtet, die sowohl der Schulgemeinschaft als auch dem Vereinssport dienen soll.
Bezirksstadtrat Benjamin Fritz betonte die Wichtigkeit dieses Projekts für die Schaffung neuer Schulplätze. Die Anordnung der Räume soll eine gute Abschirmung vom Verkehrslärm gewährleisten und ruhigere Schulhöfe bieten. Die nahegelegene Hanne-Sobeck-Sportplatzanlage wird in das Nutzungskonzept der Schule integriert, wodurch eine multifunktionale Nutzung der Fläche ermöglicht wird.
Zusammenfassend wird durch die neuen Bauprojekte in Gütersloh und Berlin-Wedding nicht nur auf die steigende Nachfrage nach Schulplätzen reagiert, sondern auch auf moderne Bildungsbedürfnisse eingegangen. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der neuen Einrichtungen lassen auf eine positive Entwicklung der Schullandschaft in beiden Städten hoffen.
Für weitere Informationen erfahren Sie mehr über den Anbau des Städtischen Gymnasiums auf Guetersloh.de und zum neuen Gymnasium in Wedding auf Entwicklungsstadt.de.