
Am 5. April 2025 bringt die aktuelle Verkehrslage in der Region Siegerland, Wittgenstein sowie in den Kreisen Olpe und Altenkirchen zahlreiche Herausforderungen für Pendler und Reisende mit sich. Laut der Siegener Zeitung sind zahlreiche Baustellen, Straßensperrungen und Zugausfälle zu verzeichnen.
Eine der am häufigsten genutzten Zugverbindungen, die RE 9 (Rhein-Sieg-Express), führt von Aachen Hbf nach Siegen Hbf. In der Regel dauert die Fahrt etwa 90 Minuten. Allerdings haben sich sowohl die Verspätungen als auch die Ausfälle in letzter Zeit häuft. Die Verbindung wird von der DB Regio AG NRW betrieben und bietet wichtige Haltestellen wie Köln Hbf und Köln Messe/Deutz auf dem Weg zu ihrem Ziel.
Baustellen und Verkehrslage
Die Verkehrssituation wird durch mehrere Baustellen zusätzlich kompliziert. Besonders die Bundesstraße 508 in Kredenbach ist von Stau und Vollsperrungen betroffen. Auch in Allenbach laufen Bauarbeiten, die den Verkehr beeinträchtigen.
Ein Mega-Projekt beschäftigt die Region derzeit ganz besonders: der Neubau des Kreisverkehrs Schleifmühlchen. Die erste Bauphase begann bereits im Mai 2023 und soll zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen. Pendler und Bürger sind aufgefordert, sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.
Um die Bürger auf dem Laufenden zu halten, bietet die Siegener Zeitung zusätzlich einen WhatsApp-Kanal an, der derzeit rund 17.000 Abonnenten zählt.
Zustand der Infrastruktur
Der schlechte Zustand der Infrastruktur, der nicht nur lokale Auswirkungen hat, sondern auch auf die gesamte deutsche Verkehrslage hinweist, ist ein großes Thema. Laut einer Studie der Tagesschau ist der Sanierungsbedarf für Straßen und Schienen in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Der Reparaturbedarf für Autobahnen hat sich seit 2017/18 um 1.315 Kilometer erhöht.
Besonders alarmierend ist die Entwicklung der Bahnstrecken, bei denen die Zahl der sanierungsbedürftigen Abschnitte in den letzten zwei Jahren zugenommen hat. Die deutsche Bahn plant, bis 2030 erhebliche Anstrengungen einzuleisten, um ein „Hochleistungsnetz“ zu schaffen – hierzu werden Kosten von mindestens 45 Milliarden Euro veranschlagt. Ein Großteil dieser Investitionen könnte der Verbesserung der Zugverbindungen, wie der RE 9, zugutekommen.
Die Herausforderungen für den Pendlerverkehr in der Region deuten auf ein großes und drängendes Problem hin, das nicht nur lokal, sondern auch auf bundesweiter Ebene betrachtet werden muss.