
Am 3. April 2025 wurden in Remscheid, Solingen und Wuppertal zum elften Mal Frauen für ihre außergewöhnlichen beruflichen Erfolge geehrt. Diese Veranstaltung, die gemeinsam von den Oberbürgermeistern der drei Städte und dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck organisiert wurde, legte den Fokus auf den neuen Begriff der „Karriere“. Dabei standen die Werte und beruflichen Entscheidungen der ausgezeichneten Frauen im Mittelpunkt, was eine Neudefinition dessen, was Karriere bedeutet, nach sich zog.
Die Ehrungen umfassten mehrere Kategorien, in denen inspirierende Leistungen gewürdigt wurden. Jasmin Shmalia wurde für ihre Rolle als Pflegedirektorin des Sana Klinikums Remscheid in der Kategorie „Vorbildhafte Unternehmerin/Führungsfrau“ ausgezeichnet. Burkhard Mast-Weisz, der Oberbürgermeister von Remscheid, lobte besonders ihre Leidenschaft und ihren unermüdlichen Einsatz für Veränderungen in der Pflege.
Ehrungen und Bedeutung von Female Empowerment
In der Kategorie „Kreative Lösungen zur Existenzsicherung“ wurde Bea Kahl für ihre Arbeit im Hut-Atelier „Behauptungen“ in Solingen geehrt. Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind würdigte Kahls Botschaft der Beharrlichkeit und beruflichen Erfüllung. Leonie Poos und Annika Dewenter, die Initiatorinnen des Gründerinnen-Netzwerks „femhub“, durften sich über den Preis in der Kategorie „Leitung eines nachhaltigen Projektes für Frauen“ freuen. Dabei betonten sie die Notwendigkeit von Gleichberechtigung sowie die Bedeutung gegenseitiger Unterstützung unter Gründerinnen. Tim-O. Kurzbach, Oberbürgermeister von Solingen, stellte ebenfalls die Relevanz von „femhub“-Events für starke Frauen in der Region heraus.
Die Veranstaltung bot auch eine Plattform für Networking, bei der viele Frauen die Gelegenheit nutzten, sich zu vernetzen und ihre Erfolge zu feiern. Birgit Frese vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf hob hervor, dass Karrieren unterschiedlich geprägt sind und stets von persönlichen Werten abhängen. Roswitha Bocklage, Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung in Wuppertal, betonte die Notwendigkeit von Kooperation statt Konkurrenz.
Berufliche Förderung und Chancengleichheit
Die professionelle Förderung von Frauen wird 2025 für Unternehmen immer wichtiger. Die Anliegen für Vielfalt und Chancengleichheit rücken in den Fokus. Unternehmen setzen verschiedene Programme zur Unterstützung der beruflichen Entwicklung von Frauen um. Diese reichen von offenen Unternehmenskulturen bis hin zu flexiblen Arbeitszeitmodellen. Firmen wie Schneider Electric haben das Programm „Inspire to Lead – Female Community“ ins Leben gerufen, um Frauen auf allen Karrierestufen zu begleiten und zu fördern. Ebenso engagiert sich die HARTMANN GRUPPE mit einem internationalen Female Mentoring Programm zur Stärkung weiblicher Talente in Führungspositionen.
Darüber hinaus fördert Bain & Company Frauen durch Netzwerke wie „Women at Bain“ und flexible Arbeitsmodelle, während Capgemini Mentoring- und Coaching-Programme sowie flexible Arbeitszeitmodelle anbietet. All diese Initiativen sind entscheidend für die Schaffung einer gleichberechtigten und erfolgreichen Arbeitswelt und unterstützen die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Belange von Frauen.
Female Empowerment bezieht sich auf die Anerkennung und Stärkung von Frauen, um strukturelle Ungleichheiten abzubauen und Hindernisse zu beseitigen, die Frauen häufig betreffen. Mit dem Ziel, den Zugang zu Bildung, Beschäftigung und Führungspositionen für Frauen zu fördern, trägt es signifikant zur Chancengleichheit am Arbeitsplatz bei. In Deutschland gibt es bereits Initiativen wie das Mission Female Netzwerk, die sich für die Stärkung von Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen.